Archive für Februar 2010

Mr. Grey - ein erster Test.

Foretell

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Grey

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Ein Traum

Sie lag in einem Himmelbett. Das Zimmer um sie herum war exquisit eingerichtet. Die  Tapete wurde auf halber Höhe von einer Zierborte mit Ornamenten geteilt.

Sonnenlicht flutete durch das große Panoramafenster und verlieh dem Raum den goldenen Schein eines Heiligtums.

Durch die Tür am gegenüber liegenden Ende des Zimmers trat jemand in dasselbe, ging auf sie zu und verpasste ihr eine schallende Ohrfeige.

Sie erschrak. Sie wachte auf und bemerkte, dass sie geträumt hatte.

Die Sonne schien nicht.

Durch das große Panoramafenster schien fahles Tageslicht und verlieh der exquisiten Einrichtung und der  schönen Tapete  einen nüchternen Eindruck.

Sie wünschte sich, sie könne wieder einschlafen, um das schöne goldene Licht der Sonnenstrahlen noch einmal zu sehen.

Die Tür ging auf. Es kam jemand herein, trat auf sie zu und verpasste ihr einen Fußtritt.

Sie wachte auf und bemerkte, dass sie geträumt hatte. Durch das vergitterte Kellerfenster schien fahles Tageslicht auf die Einrichtung.

Sie wünschte sich ein bisschen, dass sie wieder einschlafen würde, um die Aussicht und das Licht des großen Panoramafensters nochmals genießen zu können.

Es kam jemand ins Zimmer und trat ihr mit dem Fuß ins Gesicht.

Sie wachte auf und bemerkte, dass sie in einer Müllhalde lag. Die Abfälle um sie herum stanken nach Krankheit und Verwesung und sie vermutete, dass sie selbst auch stank. Sie wünschte sich nicht, dass sie wieder einschlafen würde, da der Gestank  sie ständig daran erinnern würde, dass sie auf Müll gebettet war. Es gibt Stationen, an denen selbst der Schein seinen Reiz verliert.

Aber sie hoffte…sie hoffte…

 

…SIE HATTE HOFFNUNG……

 

(…dass sie nun endgültig wach war und sie kein weiteres Mal in einer noch abstoßenderen Realität erwachen würde.)

Puscifer - Momma Sed

ein Held. wortwahl. so true.
kurze Ergänzung: schon als ich das erste Video (”Hush”) von Tool 1992 sah, wusste ich, das wird eine meiner Top-Bands. Seitdem begleite ich Herrn Maynard J. Keenan durch die Zeit. Unter dem Namen Puscifer kommen schon seit längerem Songs an die Oberfläche, die in kein anderes Projekt von ihm passen/passten.

The Goats - Tricks of the Shade (1992)

und wo wir schon bei “Zeitreisen” sind, hier ein Song der es in sich hat. (achtet auf den Text!)

1994 - Fugees - Vocab LIVE!!!

Lange vor dem Hype - damals war die Welt noch in Ordnung. Hammer Song! (POV)

kurze Geschichte zu dem Song (speziell: die clean version!):
um das jahr 1993/94 war in an einem Samstag Abend im Pulverturm in München, plötzlich ertönte die markante Gitarre und als das Lied “losging”, entlockte es mir ein breites Grinsen (vor Freude wohlgemerkt), ich ging zum DJ und fragte, von wem denn dieser geniale Song denn sei, und er antwortete: von den Fugees. Das Lied habe ich so in dieser Version nicht mehr gefunden, es gibt wohl ein recht schwaches offizielles Video aber das kommt an die akustische Version nicht heran.

BT - 1.618

wenn ich mal groß bin, will ich auch sowas machen . . .

Your New God - mein kleiner Beitrag via Cinema 4D

Called NORMAL

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I wandered lonely as a cloud

I wandered lonely as a cloud
That floats on high o’er vales and hills,
When all at once I saw a crowd,
A host, of golden daffodils;
Beside the lake, beneath the trees,
Fluttering and dancing in the breeze.

Continuous as the stars that shine
And twinkle on the milky way,
They stretched in never-ending line
Along the margin of a bay:
Ten thousand saw I at a glance,
Tossing their heads in sprightly dance.

The waves behind them danced; but they
Out-did the sparkling waves in glee:
A poet could not but be gay,
In such a jocund company;
I gazed – and gazed – but little thought
What wealth the show to me had brought:

For oft, when on my couch I lie
In vacant or in pensive mood,
They flash upon that inward eye
Which is the bliss of solitude:
And then my heart with pleasure fills,
And dances with the daffodils.

by William Wordsworth

Meine Cinema 4D Arbeiten - gebündelt.

Hier eine Auswahl einiger meiner Arbeiten in Cinema 4D -die Musik wird bald auf unserer offiziellen Seite zu hören sein.

Der Song heisst: String Theory.

Massive Attack - Teardrop (LIVE!!!)

Diese Live-Version ist einfach nur genial! Haben die Jungs schonmal ein Live Album heraus gebracht?

Prognose, Prophezeiung und eiweißhaltige Substanzen

Ich wurde schon öfters mal gefragt, warum ich mich eigentlich mit den Entwicklungen in der Gesellschaft und ihren Abgründen auseinandersetze. Ich wurde dies mit einem gewissen Kopfschütteln gefragt. Warum sollte man sich mit schlimmen Dingen auseinandersetzen, die anderen passieren, wenn man sich doch einfach mit den sonnigen Seiten des Lebens befassen kann. Warum in der Gosse in den Abfällen wühlen, wenn man genauso gut einen schönen Strandurlaub auf Mallorca verbringen könnte?

Aber in diesem “was anderen passiert” liegt der Hund begraben. Wenn ich z.B in einer Menschenmenge stehe und die Person neben mir plötzlich niedergestochen wird, dann ist es einem anderen passiert, oder? Fraglich ist, ob es mir etwas bringt, wenn ich mich zuvor schon mit der Möglichkeit der Tat auseinandergesetzt habe. Die Moral des typischen Schwaben ist: wenn’s passiert, dann passiert’s eben.

 

Man könnte sich aber vorstellen, dass es einen gewissen Nutzen hat, doch zuvor den Mechanismus durchleuchtet zu haben, der diese Handlung möglich macht. Es ist unangenehm und es ist zeitraubend. Vor allem ist es desillusionierend.

Der Vorteil könnte aber sein, dass man im Moment des Verbrechens nicht komplett ohnmächtig ist. Man hat zuvor einen gewissen Handlungsspielraum überdacht und kann noch agieren. Das noch Agieren können sehe ich als unermesslichen Vorteil an für den ich bereit bin, mich auch ohne akute Dringlichkeit mit Dingen zu beschäftigen, die anderen passieren.

Ein weiterer Vorteil könnte sein, dass ich meinen Nachbarn zuvor ansprechen und ihm sagen könnte, dass er vermutlich gleich niedergestochen wird. Vermutlich wird er aber nur den Kopf schütteln über meine Unverfrorenheit, mich in seine Angelegenheit einzumischen und ihm eine schwarze Zukunft zu prophezeien. Aber auch dieses “vermutlich” sagt mir, dass trotz der Unannehmlichkeiten, die die Einmischung mit sich bringt, es sich lohnen könnte.

 

Es wird sich anhören wie eine Prophezeiung. Es wird mir möglicherweise Missgunst unterstellt werden. Aber wenn man 99 Bälle den gleichen Berg hinunterrollen gelassen hat und alle sich in der gleichen Mulde sammeln, wird man eine recht zuverlässige Prognose stellen können, dass auch der 100ste Ball keine Ausnahme bilden wird.

Am Ende stellt sich noch die Frage, ob ich ein Interesse haben könnte, den gewaltsamen Tod meines direkten Nachbarn in der Menge zu verhindern. Menschen haben Hinrichtungen bekanntlich schon immer als Unterhaltung wahrgenommen. Und die wenigen Blutspritzer, die ich vermutlich abbekommen werde, dürften auch kein hinreichender Grund für eine Einmischung bilden.

Also sind wir an einem sehr philosophischen Punkt angekommen. Ist der Mensch grundsätzlich ein soziales oder ein asoziales Wesen?

Entscheide ich mich für die letzte Variante, dann muss ich mir ausschließlich über ein Waschmittel Gedanken machen, das eiweißhaltige Substanzen lösen kann.

Geburt der Venus

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Melancholie

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Mike Patton LIVE: diesmal mit Tomahawk

Wahsinn! WAS für eine Preformance - WAS für ein SONG!
God Hates A Coward!

Mike Patton LIVE mit dem M.O. 2008

Nicht nur für eingefleischte Patton-Fans ein Muss.

C.S.K. - eine Art Portrait

CSK

Promiskuitive Playmobilfrauen

 

Retrospielzeug ist in Mode, habe ich kürzlich gehört. In der Tat findet man einige Spielzeuge, welche die Ü30-Generation noch genau so aus der Kindheit in Erinnerung hat.

Ein bisschen hat sich jedoch auch bei traditionellen Spielzeugen wie z.B. Playmobil verändert. Es ist spannend anzusehen, inwieweit sich die etwas teureren Ensembles erweitert haben. Da gibt es nun Piratenschiffe, Panzer und Waffen zum Krieg spielen (ok, hatten wir teilweise auch schon),  Gladiatoren * in der Arena und man wartet eben noch auf die Guillotine und den elektrischen Stuhl. Ist wohl noch in der Herstellung oder gibt es das schon?

Der Streichelzoo von Playmobil wirft auch einige Fragen auf. Den Streichelzoo gibt es mit Familie. Die Familie besteht aus vier Personen, die Mutter und ihre drei Kinder. Gut…man sagt sich: das ist realistisch. Papa hat echt keinen Bock auf Streichelzoo, der guckt lieber Sportschau.

Die Mutter ist super gemacht. Sie hat eine geblümte Bluse an und eine große Handtasche dabei. Man erkennt absolut die typische Mutter!

Die Kinder sind sehr unterschiedlich. Wir haben hier ein strohblondes Kind (wie die Mutter) und ein Kind mit pechschwarzem Haar und ein Kind mit schwarzer Hautfarbe.

Wenn man dies registriert hat, denkt man dann nicht mehr, dass der Papa wohl bei der Sportschau sitzt, da vermutet man dann eher, dass die drei Papas sich wo anderes vergnügen.

Schöner wäre es hier vielleicht noch, die Sache wenigstens zu Ende zu denken. Die Mama hat nun endlich die Schnauze voll von weiteren Papas und hat sich stattdessen eine Freundin zugelegt. Dieses Bild würde in meinen Augen dann wieder positiver aussehen. Bei dieser Konstellation hingegen, wie sie im Moment in der Packung zu finden ist, denke ich an Stress und Geldsorgen. Und die Situation im Streichelzoo wird so sein, dass die Mutter ständig herumnörgelt und weiterhetzt, weil sie komplett überlastet ist.

Vermutlich werden die Kinder das so aber noch nicht empfinden. Und falls doch, werden sich ihre Texte beim Spielen wesentlich von den unsrigen dortmals unterscheiden.

Naja, vielleicht ein geeigneter Augenblick, dem oder der 5-Jährigen dann schon einmal zu erklären, was Promiskuität bedeutet und dass dies außer Vergnügen auch viele Sorgen mit sich bringen kann.

Das ist nicht einmal als Kritik gemeint, aber ich dachte eben darüber nach…

 

 

*Eine umstrittene Theorie sagt, dass Gladiatorenkämpfe eine mildere Variante der bis dahin üblichen griechischen und römischen Menschopfer zu Ehren Verstorbener waren.

11 Feet and Half a Mile Away

11 Feet and Half a Mile Away by radar_one

disorder 2 (orbiting)

orbiting

String Theory

String Theory by radar_one

Backbone

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disorder 709

disorder 709

X-Heads

x-heads

FPH

fph

femme

femme

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Ein Vorbild

Er war zu einer Gesellschaft eingeladen. Leute mit einem “Von” in ihrem Namen werden häufig und gerne zu Gesellschaften eingeladen. Also war Herr von B. eingeladen worden.

 

Er kannte diese Leute kaum, aber er dachte sich, dass er sich zumindest mal kurz blicken lassen könne. Das war gut für’s Geschäft.

 

Er traf um 21.00 Uhr ein. Es waren schon eine Menge Leute da. Viele standen um einige Bilder herum, die an der Wand hingen. Offensichtlich malte der Gastgeber gerne. Nicht gut, aber viel. Vielleicht hätte er die Bilder irgendwo aufhängen sollen, wo sie nicht jeder hätte sehen können. Aber daran hatte er wohl nicht gedacht oder es nicht für nötig befunden. Typisch für falsche Selbsteinschätzung.

Es waren hauptsächlich Personen auf den Gemälden zu sehen. Katastrophal gemalte Menschen. Ihre Proportionen waren komplett unrealistisch. Der Maler hatte offensichtlich keinen blassen Schimmer davon, wie ein Mensch aussah. Dazu kam noch, dass der Farbauftrag unbeholfen in offensichtlich willkürlichen Strukturen über die gesamten Bilder gezogen worden war. Teilweise hatte man den Eindruck, als seien diese auf dem schmutzigsten Boden gewälzt worden, den sich ein zivilisierter Mensch vorstellen konnte.

 

Herr von B. gab viel auf seine Hilfsbereitschaft. Er dachte sich, dass er seinem Gastgeber mal etwas unter  die Arme greifen könnte, damit dieser vielleicht einmal DAS besser lernte, was er offensichtlich so gerne tat.

Herr von B. erinnerte sich, dass er noch eine wöchentliche Ausgabe seines Lieblingscomics in der Tasche hatte. Er nahm dies gerne mit, um sich an der Bushaltestelle oder in anderen Momenten, in denen er auf etwas warten musste, die Zeit vertreiben zu können. Das Leben hielt schließlich so viele leere Warteminuten bereit.

Also zog er nun die aktuelle Comicausgabe hervor, um den staunenden Anwesenden zu erklären, wie ordentliche Kunst aussah. Er präsentierte dem sehr verblüfften Publikum diese wundervoll gezeichneten Körper aus seinem Science-Fiction-Heftchen. Die Anwesenden waren sprachlos.

 

Davon ermutigt zog Herr von B. ein Maßband aus der Tasche (das er immer mit sich führte, um Parksünder aufzudecken, die nicht den richtigen Mindestabstand einhielten!) und trat vor eines dieser grotesk anmutenden Werke. Er erinnerte sich noch sehr gut an die Proportionslehre aus der Schulzeit und fing an, die Kopflängen der Figuren auszumessen, um festzustellen, dass die Maße komplett falsch waren. Dies verkündete er laut und deutlich. Desweiteren erklärte er den Zuschauern, dass beim Farbauftrag darauf zu achten sei, schöne Übergänge zu schaffen, damit sie realistischer und angenehmer wirkten. Er empfahl dem untalentierten Kunstschaffenden, doch mal einen Volkshochschulkurs zu besuchen. Herr von B. hatte das auch mal getan. Er war sehr zufrieden damit gewesen.

 

Auch an diesem Abend ging Herr von B. sehr zufrieden nach Hause. Er hatte ein weiteres Mal eine gute Tat vollbracht und seinen Mitmenschen weitergeholfen. Das Essen war zwar etwas dürftig ausgefallen, aber zumindest hatte er die Genugtuung, dass die Gesellschaft - ihren überraschten Gesichtern nach zu urteilen - etwas Neues von ihm gelernt hatte.

 

Ursprünglich hatte Herr von B. keine große Lust gehabt, auf eine Veranstaltung zu gehen, die den komischen Namen “Vernissage” trug, aber im Nachhinein war er sehr zufrieden mit diesem Abend und ganz besonders  mit sich selbst.

Textur

R.

Admiral

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Beim Skizzieren meiner Idee hatte ich mir überlegt, dem Herrn eine Culotte anzuziehen, passend zum Zweispitz, damit niemand auf die Idee kommt, dass es sich hier um das profane Thema eines erotischen Aktes handeln könnte. Ich habe die Idee skizziert und daraufhin wieder verworfen, da der Ausdruck von Ignoranz und Selbstherrlichkeit beeinträchtigt wurde.

Stattdessen habe ich mich dafür entschieden, die bei der Vorskizze noch ansprechenderen Proportionen etwas zu verzerren.

Nach Beendigung der Arbeit fiel mir auf, dass es auch ein bisschen nach Karneval aussieht. War zwar nicht beabsichtigt, stört aber in keinster Weise die ursprüngliche Intention.

R5M.ORG Flourish

R5M.ORG FLOURISH from Radar Five Media on Vimeo.

Nichts als Leere

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Mitterrand und Quantenphysik

Schrei

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Nine Inch Nails - This one is on us

NIN

wenn man zu einem NIN fan der ersten stunde zählt (also seit 1989), dann kann man wirklich froh sein, das letzte große geschenk von herrn Trent Reznor zu gesicht zu bekommen. NIN gibt es ja offiziell nicht mehr, dennoch gibt es eine DVD, die man sich kostenlos herunter laden kann (alles sehr offiziell und weit ab vom illegalen status). es ist die DVD “This one is on us” - ein live mitschnitt von den fans, für die fans.

auf folgender seite gibt’s mehr info dazu:

Thisoneisonus.org

p.s. seeehr genial: “March of the Pigs” [wer’s nicht kennt, sollte mal u.a. auf den text achten ;]

“. . .the pigs have won tonight . . . now they can all sleep soundly . . . and everything is all right . . . ”

p.p.s. noch genialer “The Warning”!!!!

Miss Diamond (2)

Miss Diamond

Eine Gesellschaft

Gelangweiltes Desinteresse. Zwischendurch einige höfliche Fragen, aber nicht  die Höflichkeit, sich die Antwort auch komplett anzuhören. Ich breche mitten im Satz ab, um zu sehen, ob ich damit eine Wirkung erziele. Es dauert ca. 10 Sekunden bis einige verwirrt zu mir hersehen. Sie schauen mich jetzt direkter und interessierter an als zuvor.  Sie haben etwas bemerkt, wissen aber nicht was. Vermutlich war der entscheidende Punkt für die bemerkte Störung, dass ein Sprechen beendet wurde, ohne dass sich am Ende die Melodie gesenkt hatte. Das Senken der Stimme scheint das einzige Indiz dafür zu sein, dass ein Satz beendet ist. Als gäbe es keinen Inhalt.  Das Senken der Stimme ist das  Stichwort für ihr mechanisch zustimmendes Nicken, mit dem sie Sprechende bei Laune halten.

Sie schauen verwirrt, wissen aber nicht so richtig, was falsch ist.

Ich bin amüsiert - das erste Mal heute Abend.

Ich plaudere wieder munter darauf los, als ob nichts gewesen wäre. Ich möchte ihnen nicht zu viel Zeit geben, darüber nachzudenken. Jetzt beobachten sie mich aufmerksam. Ein zweiter Versuch wäre also zu riskant. Amüsant bleibt es schließlich nur, solange die anderen nicht wissen, was anders war als sonst.

Mein direkter Tischnachbar erzählt mir etwas von seinen stählernen Bauchmuskeln, von seinem Training im Fitnessstudio. Ich hoffe ernsthaft, er will mir seine Bauchmuskeln nicht auch noch zeigen. Ich gebe ihm den Eindruck, dass ich es ihm auch so glauben würde.

Gerne sehen würde ich allerdings ein im Denken geübtes Gehirn. Damit kann er mir aber nicht dienen. Ich muss mich also in meinen Erwartungen einschränken.  Nichts Ungewöhnliches an diesem Abend.

Er erzählt mir weiter, dass er abends schon längst im Fitnessstudio ist, während seine dämlichen Kollegen sich eine Menge Arbeit haben aufdrücken lassen und bis spät abends im Büro sitzen. Er ist sehr stolz darauf, dass er diesen auch Arbeit von sich selbst aufdrückt.

Ich schließe heimlich wetten mit mir selbst ab, wie lange er wohl noch seinen Job haben und ob er dann begreifen wird.

1. ein halbes bis ganzes Jahr vielleicht (?) und

2. nein, ich denke nicht

Einige der Herren sind recht unruhig. Es stellt sich heraus, dass gerade ein Fußballspiel im Fernsehen anfängt. Ein Fernseher steht im Raum. Er ist im Moment aber nicht eingeschaltet.

Bereitwillig mache ich den Vorschlag, den Fernseher doch einzuschalten.

Ich mag Fußball nicht.

Es macht an diesem Abend aber keinen Unterschied, ob Fußball läuft oder nicht. Nicht für mich.

Es lenkt meinen direkten Tischnachbarn vielleicht von seinen Bauchmuskeln ab und erspart mir Schlimmeres.

Ich beobachte fasziniert, wie sich Regungen in den zuvor fast apathischen Gesichtern zeigen. Sie reißen Münder und Augen auf und stoßen absurde Laute aus.  Sie hüpfen und rutschen ungeduldig auf den vor der Flimmerkiste provisorisch aufgestellten Stühlen herum. Sie klopfen sich gegenseitig auf die Schultern.

?

Es wirkt fast kindlich. Nein, sie sehen genau genommen aus wie Kinder im Erwachsenenkostüm. Es ist lächerlich. Ich bin das zweite Mal an diesem Abend amüsiert.

Ich denke an Dinge, die ich stattdessen hätte tun können, an diesem Abend. 

Und eigentlich entspringt der Drang zu lachen weniger der Belustigung, sondern eher der Verzweiflung.

Off Deck

Off Deck

Ein Tribute an den Mann der Maschinen.

Off Deck @ myspace

Miss Diamond

Miss Diamond

Travis Bickle

travis bickle sketch

Bach, zum Mitschreiben.

ego

ego

Februar 2010

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Abgemagertes männliches Model in Unterwäsche

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Milla Jovovich

Milla J.

unvergesslich ihre Rolle in “The Million Dollar Hotel” aus dem Jahr 2000.

Sean Connery

Sean Connery

Christopher Walken

walken

Der Held der silver screen.

combined pain

combined pain

skull

skull

so könnte man meine gefühlslage für den heutigen tag zusammenfassen.

alles eine frage der interpretation und der selbsteinschätzung.

der freitag naht.