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13.8.2010 von radar.one.
just testing the new button. feel free to share this blog on twitter and tell people about this no-cost thing of an artlog.
p.s. HBS is not yet registered as a specific psychotic disease but we’re negotiating with various doctors on how to get this term on “the list”.
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27.7.2010 von radar.one.

“er hatte viele farben!”
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25.7.2010 von radar.one.
hier ein paar impressionen…..gerade läuft das album:

Kann sich jemand noch an . . . äääh . . . CDs erinnern? Kennt ihr MCs? Vinyl? wow!

alle skeptiker jetzt: das ist bestimmt ein china-import.

“I haven’t got time for this mickey-mouse-bullshit” (TOP FILM!)



morgen geht’s los: “Tölz, ich komme”

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3.7.2010 von pierre.
Salut, ich habe jetzt endlich auch einen eigenen Account hier!
Und ich möchte in meinem heutigen Beitrag auf das Spiel Deutschland gegen Argentinien eingehen.
Irgendwie indirekt, denn während des Spieles hatte ich wohl zu viel mitgefiebert - dummerweise saß ich da mit meinem Kaffee OLÉ vor meinem Notebook.
Hier das Resultat:



Und als ob das nicht genug wäre:
ich war also gebannt vor meinem Beamer und als das 4. Tor für Deutschland fiel, musste ich eine ruckartige Bewegung mit meinem rechten Fuß machen, sozusagen eine Hommage an das Spiel (das hat nichts mit Josh Homme zu tun). Auch hier bitteschön, das Ergebnis:

Man könnte meinen, ich wäre heute irgendwie falsch aus dem Bett gekommen. Aber ich habe mir den Wecker absichtlich auf 4:45 Uhr gestellt. Somit war das sowieso kein “natürliches Erwachen” und deshalb hatte ich auch keinen Einfluss auf die Geschehnisse, die sich bis zu meinem regulären Aufstehen ereignet haben . . . aber das ist ja eine komplett andere Geschichte. Ha, ich hoffe, ihr fandet das Spiel auch so klasse wie meine Kumpels und ich.
Watch TV!
Salut, euer Pierre.
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3.7.2010 von stefanie k..
Dies ist mal wieder eines der Bilder, die auf dem Bildschirm besonders schlecht “funktionieren”. Im Original wölbt sich sowohl der Kopf, als auch die Hände dreidimensional in den Raum. Auch der Rest des Körpers hat eine plastische Struktur.
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22.6.2010 von stefanie k..
Der Sound zu meinem aktuellen Projekt:
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26.5.2010 von stefanie k..
Es war perfekt - ein perfektes Leben. Es gab alles:
Platz, um sich zu entfalten.
Güter, die den Wohlstand sicherten.
Freiheit, um zu leben und zu experimentieren.
Soziale Strukturen, die Sicherheit garantierten.
Menschen, mit denen es sich zu leben lohnte.
Und obwohl die Freiheit und der Wohlstand bestand, jeder Idee und jeder Unternehmung nachzugehen, war es einigen nicht spektakulär genug. Sie hätten Spektakuläres tun können, aber es fehlte ihnen an innerer Eignung dazu. Die äußeren Bedingung hätten sie nicht eingeschränkt, ihre Faulheit und innere Fadheit jedoch schon. Es ärgerte sie, dass andere ihrer Mitmenschen für neue Erfindungen und Errungenschaften, für Kunst und Unterhaltung bewundert wurden. Ihnen selbst hingegen wurde nur der übliche Respekt und die gewöhnliche Freundlichkeit entgegengebracht, wie es sich in der Atmosphäre der Kultur eben entwickelt hatte. Das war ihnen zu wenig. Sie wollten über allen anderen stehen. Sie wollten bewundert und gefürchtet werden. Sie wollten Gott sein. Und es gab eine Möglichkeit, eben das zu sein.
Diese perfekte Welt, in der sie lebten, hatte eine äußere Hülle. Man konnte über einen Fußweg am Ende der Stadt an diese Außenhaut gelangen. Diese Haut schützte die Welt vor dem Tod außerhalb. Sie war die Trennwand zwischen Vernichtung und Leben.
An einem schönen sonnigen Tag, an welchem die anderen Menschen die Grillparty am Abend vorbereiteten, ging diese Truppe an nicht spektakulären Menschen den Pfad entlang, um die Hülle zu zerstören.
Niemand kann behaupten, dass das nicht Spektakulär wäre!
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23.5.2010 von radar.one.
I found this amazing guy on vimeo. also take a look at his blog.
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22.5.2010 von stefanie k..
Manchmal ist es sehr schwierig, Dinge seriös zu begründen, die nur geringfügig seriös sind. Hier ein Beispiel für mögliche Erklärungsnöte:
http://www.youtube.com/watch?v=yW405x_18_0
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21.5.2010 von radar.one.
my font “radar.one” was downloaded close to 50.000 times.
see all details here at dafont.com
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7.5.2010 von stefanie k..
Sie konnte sich nicht erinnern, wann es passiert war. Vielleicht kam es allmählich, vielleicht hatte sie es deshalb akzeptiert. Nein, “akzeptiert” ist hier das falsche Wort. Sie arrangierte sich eher.
Es hatte sich alles ins Gegenteil verkehrt. Was zuvor schwarz war, war nun weiß und umgekehrt. Was zuvor unten war, war nun oben. Und was zuvor schlecht war, war nun plötzlich erstrebenswert.
Man kann sich darauf einstellen , auf dieses Spiel. Wenn man ein cleverer Mitspieler ist, kann man etwas erreichen, da die anderen die neuen Regeln meist nicht perfekt verstehen. Zu alt und zu bewährt ist manches alte Gesetz, das aus altruistischen Gedanken heraus formuliert worden war. Manches lässt sich nicht einfach umstülpen, ohne dass es negative Folgen hat. Aber negativ ist ja das neue Positiv und damit gut bzw. schlecht.
Ein Junge, den sie kannte sprang ins Wasser und tauchte bis zum Grund des Sees. Als ihm die Luft ausging, wollte er wieder zurück an die Wasseroberfläche. Aber wo war diese? War sie nun unten oder oben? Wo war die rettende Luft? Ein anderer möchte vielleicht einwenden, dass Luft zum freien Atmen nicht für jeden zugänglich sein sollte(?)
Er schwamm in die falsche Richtung. So hatte die neue Weltordnung es ihm beigebracht.
Der Natur ist es egal, welchen verkehrten Gedankenmodellen die Massen und Individuen nachlaufen. Sie tickt immer auf dieselbe Weise und das tut sie schon seit langer Zeit. An ihren Gesetzen zerbrechen die falschen Theorien, auch wenn dies für manche sehr lästig erscheint.
Nicht in der Masse wird man die Lüge erfahren, sondern als Individuum am eigenen Leib.
Der Junge ist jetzt tot. Aber ist dies nach den neuen Maßstäben nicht positiv? Oder ist es negativ? Oder sollten wir uns einfach von allen Werten befreien?
In diesem Fall wäre es einfach ….E…G….A…L….
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2.5.2010 von radar.one.
last month we had 13193 unique visitors! a new record!
a total of 33956 visitors for the first 4 months!
we see that some of you guys register, so don’t hesitate to get involved by dropping comments.
sincerely,
C.
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30.4.2010 von stefanie k..
Die Frau in der ersten Reihe, mit dem blau-weiß gestreiften Sommerkleid meinte: ” Das ist doch nicht neu, sowas habe ich doch schon oft gesehen.”
Ich muss zugeben: Der Gedanke ist nicht neu. Im Gegenteil, er ist uralt. Ein alter Gedanke, der schon so oft gedacht und in falschen Zusammenhängen missbräuchlich wiederholt wurde, dass er im Verständnis der Menschen verlorenging.
Es ist absurd - aber wiederholt man einen Gedanken monoton und sinnlos in übermäßigem Maße, geht er verloren oder wird zu etwas anderem verdreht.
Der Herr, mit Bermudas und Trekkingsandalen, neben der Sommerkleidfrau, meinte: “Was soll denn dieser Unsinn? Das ist doch nicht schön. Ich würde mir sowas nicht ins Wohnzimmer hängen. Was soll man also damit?”
Was Herr Trekkingsandale nicht ahnt: Der Gedanke, der dahinter steckt ist schön. Er ist deshalb schön, weil er uneigennützig, weil er mitfühlend und doch analytisch ist, weil er ein “höherer Gedanke” ist. Das Werk, in welchem der Gedanke Ausdruck findet ist allerdings nicht zwingend gefällig.
Sieht man nicht den tieferen Sinn einer Sache, so ist man unfähig ihre Schönheit zu erkennen.
Und seit wann hat eine Sache nur dann einen Wert, wenn sie dekorativ ist? Ach ja, ich vergaß, wir leben in einer Zeit der Oberflächlichkeit…
Hinter Herr Trekki und Frau Sommerkleid meinte jemand: “Ich weiß nicht, warum die so ein Aufheben um diese Sache machen - das ist doch nur ein Haufen Schrott! Das hätte meine fünfjährige Tochter schon besser gemacht.”
Dieser letzten Bemerkung möchte ich fast zustimmen, wenn auch in diesem Zusammenhang nur bedingt. Man sollte nicht glauben, was Menschen für ein Aufheben um die trivialsten, immer gleichen und wertlosen Dinge machen. Nur regt sich in dem Zusammenhang, den ich meine, niemand auf.
Wären sie fähig, hinter die Fassade zu schauen, würden sie sehen, wie hässlich ihre Objekte der Verehrung eigentlich sind.
Und kommt nun ein Künstler daher, der ein triviales, immer gleiches und wertloses Objekte auf einem Podest zur Betrachtung und Verehrung ausstellt, so lässt er die Menschen in einen Spiegel schauen. Ihre Kommentare gelten ihnen selbst.
Und genau das ist die Kunst daran!
(dieser Beitrag ist inspiriert von einer kürzlich mitverfolgten Diskussion)
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27.4.2010 von stefanie k..
Ach… und wenn wir es gerade von Empfehlungen haben, um das Leben spannender zu gestalten:
Werfen Sie doch einfach mal eine neue Flasche Bio-Olivenöl auf den Boden. Sie werden sehen, dass sich dieses Zeug mit der Zeit in einer dünnen Schicht über den gesamten Boden Ihrer Wohnung ziehen wird, egal wie sehr Sie diesem Zeug mit Putzmittel entgegentreten. Dies erhöht die Unfallgefahr beim normalen Gehen dermaßen, dass Sie sich die teure Ausrüstung für eine Risikosportart sparen können. Den Kick bekommen Sie so auch zu Hause. Einen Namen weiß ich dafür noch nicht, aber wie wäre es mit Extrem-Wohning oder Extrem-Bio-Olivenöling…
Zumindest erspart man sich so die Mühe, den Tag mit sinnvollen Dingen zu verbringen.
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27.4.2010 von stefanie k..
Wenn Sie sich mal wieder einsam fühlen und Kontakt zu anderen Menschen suchen, dann gehe Sie doch einkaufen!
Besonders eng wird der Kontakt mit den Mitmenschen meist an der Kasse. Man kommt leicht mit der Kassiererin ins Gespräch, während sie bei einem Kopfsalat entschuldigend fragt, um was für eine Salatsorte es sich denn handele. In einem speziellen Fall meinte eine solche, sie wisse es nicht, da sie noch nicht lange hier arbeite.
Man sieht, man kann erwachsen werden, ohne jemals Kopfsalat gegessen zu haben oder sich zumindest je gefragt zu haben, was die Eltern denn da für Salatblätter servieren.
Gestern überließ ich die Kontaktaufnahme mit den Jugendlichen der freundlichen Dame hinter mir in der Schlange. Die jungen Leute hatten nur einige Süßigkeiten in der Hand, die sie nun bezahlen wollten.
An der Kasse nebenan war die Schlange kurz, an der unsrigen war sie bereits schon recht lange geworden.
Aha, Menschen sammeln sich wohl gerne!
Jedenfalls stürmen die noch unfertigen Menschlein auf die fast leere Kasse zu und schwenken im letzten Moment dann verwirrt doch zu unserer Kasse um. Das Problem war, dass über der anderen Kasse die Worte angebracht waren: “Süßwarenfreie Kasse”. Die Jungen Leute hatten jedoch Süßwaren in der Hand und hatten also daraus geschlossen, dass sie an der anderen Kasse nicht anstehen dürften. Hm….die Dame hinter mir hatte sich jedenfalls erbarmt das Mysterium um die “Süßwarenfreien Kassen” aufzuklären…
Erwähnt werden sollte außerdem, dass solche Erlebnisse in Lebensmittelläden meist mit Musik oder etwas, das manche Menschen vermutlich so nennen würden, unterlegt sind. Gestern lief ein Song von Metallica, gesungen von einer munteren aber weichen Frauenstimme, so dass man eigentlich eher den Eindruck hatte, man höre den Jingle einer Shampoo-Werbung….
Wenn Sie sich also mal wieder einsam fühlen und Kontakt zu anderen Menschen suchen, dann gehen Sie doch einkaufen. Eine noch sanfte aber trotzdem Erfolg versprechende Therapie, einen solchen irrsinnigen Drang zu überwinden…
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25.4.2010 von stefanie k..
Wenn man es nicht weiß, dann sieht man es eigentlich nicht. Aber wenn die Sinne erst einmal darauf fokussiert sind, dann ist es unmöglich, es wieder zu übersehen.
Es ist erstaunlich, wie eine kleine Abänderung einer scheinbar alltäglichen Szenerie, einem kleinen Fehler in der Realität zu einem solchen Unbehagen führen kann. Das Problem mit dem Fehler ist, dass man all seine Theorien über Realität und Gesetzmäßigkeiten aufgeben muss. Es funktioniert nicht mehr. Man kann den Fehler nicht mehr ignorieren, man kann nicht mehr zurück in die Unwissenheit.
Als ich den Raum betrat, war ich noch in der alten Welt, in der unwissenden Verfassung. Alles sah auf den ersten Blick normal aus, wie gewohnt. Hätte ich mir nicht die Zeit genommen, meinen Blick schweifen zu lassen, meiner Seele Entspannung gegönnt, wäre jetzt alles noch wie früher.
Aber ich hatte an diesem Tag einige Minuten Auszeit genommen. Ich hatte mir keine Beschäftigung für die Warteminuten genommen, keine Zeitschrift vom Stapel, um einen Artikel über …zu lesen. Ich saß einfach da und ließ meinen Blick im Raum umherschweifen.
Zuerst sah ich die anderen Wartenden an. Sie waren emsig damit beschäftigt in den inhaltslosen Zeitschriften zu blättern. Einige tippten hektisch auf ihren Handys herum. Was war wohl so wichtig? Vermutlich hing die Hektik in den Bewegungen nur mit der eingespielten Geschwindigkeit zusammen, die wir uns antrainiert haben. Es ist schwer diesen Rhythmus zu durchbrechen, selbst wenn man zum Warten verurteilt ist und eigentlich einen Gang herunterschalten könnte.
Ich schaltete einen Gang herunter. Ob es eigener Wille war, weiß ich nicht. Ich kann nicht einmal klar definieren, was “eigener Wille” wirklich bedeutet. Ich habe einmal eine Definition eines Wissenschaftlers gelesen, der meinte, dass der freie Wille eine Art undefinierbares Rauschen in unserem Verstand ist und maximal 20% unserer gesamten Entscheidungen beeinflusst. Alles andere ist nur ein Abspielen von dem, was antrainiert, einstudiert, fremdbestimmt und vorhersehbar ist.
Ob nun diese Entscheidungen, die vom freien Willen beeinflusst sind, immer die besten für uns selbst sind, ist eine andere Frage. Sie haben zumindest Potential.
Mein Blick schweifte also ziellos umher. In meinem Kopf war eben dieses undefinierbare Rauschen, das so unberechenbar ist. Ich schaute zuerst die Personen an. Damit kann man sich eigentlich lange beschäftigen. An diesem Tag wurde es mir aber schnell langweilig. Also schaute ich weiter…weiter zu den Bildern an der Wand - die üblichen Bilder eines Warteraumes.
Niedrige Tische mit aufgetürmten Zeitschriften.
Stühle - viele Stühle - für die wartenden Menschen.
Stühle, mit denen etwas nicht stimmte. Ich kam nicht gleich darauf, was es war. Sie sahen eigentlich gewöhnlich aus. Die Leute saßen korrekt darauf. Trotzdem stimmte in diesem Bild irgend etwas nicht.
Menschen sitzen gewöhnlich auf Stühlen und Stühle stehen auf dem Boden. Und da lag der Fehler. Diese Stühle standen nicht, zumindest nicht auf dem Boden. Wenn man genau hinschaute, sah man einen winzigen Zwischenraum zwischen Stuhlbeinen und Boden. Dies war nicht korrekt, nicht so wie es sein sollte. Beim ersten Stuhl dachte ich zuerst, es sei eine optische Täuschung. Aber dann bewegte ich absichtlich mein Blick weiter und ich sah den gleichen Zwischenraum auch bei weiteren Stühlen und auch bei den niederen Tischen.
Ich beugte mich vor, so dass ich die Beine des Stuhles sehen konnte, auf dem ich saß. Ich nahm eines der Blätter mit Patienteninformationen vom Stapel und beugte mich damit herunter, um es unter den Stuhlbeinen hindurchzuschieben. Es funktionierte problemlos, obwohl ich auf dem Stuhl saß. Es gab keinen Widerstand - an keinem der vier Stuhlbeine.
Ich richtete mich wieder auf und schaute umher. Offensichtlich hatte sich niemand von meinen Tun ablenken lassen. Alle Gesichter waren weiterhin konzentriert auf Zeitschriften und Handys gerichtet.
Ich legte die Patienteninformation zur Seite und nahm eine Zeitschrift vom Sortiment, um diese aufzuschlagen und darauf zu starren. So wie die anderen es taten. Ich wollte nicht weiter auffallen.
Es überprüft schließlich niemand, ob man den Inhalt des Artikels auch aufgenommen hat oder ob man den Artikel nur blind anstarrt! Ich denke, dass viele Menschen die Artikel nur blind anstarren.
Was sollte ich also tun mit meiner neuen und ungewöhnlichen Information? Was sollte ich daraus folgern? Wie sollte ich reagieren? Sollte ich es ignorieren und so weiter machen wie bisher? Vergessen? Sollte ich es den anderen sagen? Sie sahen nicht so aus, als ob sie es wissen wollten. Sie wären möglicherweise zu weit von dieser Wahrheit weg und ihr Verstand würde es nicht verkraften. Wenn der Mensch lange Zeit von einer Realität überzeugt ist, weil er es bereits als Kind so gelernt hat, dann wehrt er sich verzweifelt gegen die Vernichtung dieser Realität.
So unspektakulär war es, als ich den Fehler entdeckte. Die Entscheidung, nicht herumzurennen und jeden darauf aufmerksam zu machen, halte ich auch heute noch für einen akzeptablen Umgang mit dieser Erkenntnis. In gewisser Weise zieht man natürlich Konsequenzen und versucht näher zum Kern der Sache vorzudringen. Und man möchte es mitteilen, andere finden, die diesen kleinen Fehler auch bemerkten. Vielleicht ist ja jemand mit seinem Erkenntnisstand weiter als man selbst.
Allerdings gibt es auch einige, die auf ihre Art davon profitieren wollen, indem sie eine Erklärung für dieses Phänomen anbieten, aber in Wirklichkeit nur verdrehte Wahrheiten und Geschichten präsentieren, um zu manipulieren und sich selbst zu bereichern. Die Übergänge von Wahrheiten und Lügen sind verschwommen, was die Sache nicht gerade einfach macht.
Ich für meinen Teil habe beschlossen, es so zu machen, wie es schon viele vor mir getan haben. Ich erzähle fiktive Geschichten und “zeichne” Bilder. Das ist unbedenklich bis dekorativ.
Die einen werden es für Unsinn halten, die anderen wissen und verstehen…
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11.4.2010 von radar.one.
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9.4.2010 von stefanie k..
“Wach auf!”
Die Zeiger der Uhr bewegen sich nicht.
Die Decke schwebt in weiter Entfernung über dem Boden und hätte dem Raum etwas Sakrales verliehen, wäre er nicht so kahl und schmucklos gewesen.
Alles ist weiß: die Wände, der Boden, die Decke. Es hat etwas Unbarmherziges an sich, wie die Wände ohne jede erkennbare Unterbrechung der Eintönigkeit sich nach oben zur Decke strecken.
Außer der Uhr gibt es noch einen Tisch. Es ist ein Modell aus den 60er Jahren, mit stark abgerundeten Ecken und einer strapazierfähigen Kunststoffbeschichtung.
Es ist nichts besonderes an diesem Tisch. Er ist von gewöhnlichen Ausmaßen für eine kleinbürgerliche Kücheneinrichtung aus jener Zeit.
Wenn man also unter dem Tisch kauert, muss man den Kopf geduckt halten, um ihn nicht zu stoßen. Natürlich sitzen die meisten Menschen nicht unter ihrem Küchentisch. Aber falls sie dies doch einmal tun möchten, sollten sie bei einem solchen Modell den Kopf gesenkt halten.
Die Uhr hängt an der gegenüberliegenden Wand und kann von der Position unter dem Tisch gesehen werden.
Der Raum hat weder Türen noch Fenster. In einem Traum benötigt man manche Dinge nicht, ohne die man im wahren Leben nicht zurecht kommen würde. Im Traum kann man in einen Raum gelangen, der keinen Eingang und keinen Ausgang hat. Im Traum spielt es auch keine Rolle, ob man unter dem Tisch oder am Tisch sitzt. Die Prioritäten sind hier weit verrückt, obwohl man eigentlich dieselbe Person ist.
Vielleicht ist man sich hier näher.
Ich gehe zur Tür, zu der, die zuvor nicht da war. Ich öffne sie und trete hinaus in das feuchte Gras. Ich spüre die Kälte und Nässe an meinen Füßen. Ich atme die klare, kühle Luft.
Es ist nur eine Erinnerung, die mein Gehirn abspielt. Aber das stört mich jetzt nicht.
Wir leben die meiste Zeit mit künstlichen und imitierten Gefühlen. Künstliche Geschmackstoffe, künstliche Gefühlsachterbahn vor der Mattscheibe, künstliche Wachmacher, (Glücks-)Hormone in Tablettenform.
Diese Erinnerung ist zumindest ein einstmals wirklich erlebtes Gefühl und damit wirklich meines. Es ist nicht infiziert.
Ich gehe weiter und folge dem Pfad zum See.
Der Strand ist leer. Dunkle Wolken hängen tief am Himmel. Es herrscht Zwielicht. Alles ist in ein warmes Gelb getaucht. Alles in der Umgebung scheint sich besonders plastisch vom Hintergrund abzugrenzen.
Die Wasseroberfläche ist still und schwarz.
Aus der Mitte des Sees wächst ein Baum. Er sieht alt aus, als ob er schon immer hier gewesen wäre. Vermutlich war er schon hier, bevor ich von ihm träumte.
Ich gehe zurück - zurück in den Raum ohne Türen und Fenster. Ich setze mich in gebeugter Haltung unter den Tisch. Es mag absurd sein, so etwas zu tun - in der anderen Welt.
Aber wenn ich aufwache, wird der Tisch nicht mehr da sein, was bedeutet, dass ich nie unter ihm gesessen habe. Ich verließ den ausgangslosen Raum nicht, ich folgte nicht dem Pfad zum schwarzen See im Zwielicht. Und den alten Baum, in der Mitte des nicht existierenden Sees , der bereits schon da war, bevor ich von ihm träumte, gibt es auch nicht.
Ich spürte das kalte Nass des Grases……..
………nicht?
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9.4.2010 von radar.one.
Hier nun ein paar Zahlen, die nicht nur für uns als Betreiber des Blog interessant sein könnten:
Dieses Jahr hatten wir bereits (bis heute 9:18 Uhr): Insgesamt: 24817 Besucher - das wären alles eindeutige Besucher und somit UNIQUE HITS.
Allein diesen Monat waren schon insgesamt: 4408 Besucher auf dieser Seite.
Mehr Details dazu später. [Nachtrag: diese Zeile bitte als reine Formalität auffassen, denn es gibt nicht viel mehr dazu zu berichten, da wir keinerlei Zusatzsoftware oder - konfiguration benutzen, um spezifischere Daten zu erhalten. Das ist doch mal etwas!: alle bleiben weiterhin schön anonym und allen geht’s weiterhin gut!]
Stay tuned.
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8.4.2010 von stefanie k..
Manchmal bedarf es einer Verzerrung der Umstände, um zu erkennen, was wirklich ist.
Das Spiegelbild erzählt so manche verzerrte Geschichte, was aber häufig näher an der Wahrheit liegt, als das Abbild, das wir von der Wirklichkeit im Kopf haben.
Der Trick liegt darin zu sehen. Es geht darum, nicht nur die Reflexion von sich selbst wahrzunehmen, sondern auch von allem, was uns umgibt. Je nach Position des Spiegels haben wir eventuell einen anderen Blickwinkel auf die Umgebung, als von unserer eigenen Position aus. Das Absurde daran ist, dass wir uns selbst als Teil der Umgebung sehen und die Relationen und Verhältnisse, der uns umgebenden Dinge zu uns, in einem ganz anderen Licht sehen.
Schaut man in einen Spiegel, so tritt man für einen Moment neben sich. Die eigene Person wird als Gegenüber wahrgenommen. Man beginnt vielleicht sogar sich selbst gegenüber kritisch zu werden. Gewöhnlich ist dies eine Folge. Wir schauen in einen Spiegel, um uns so zu sehen, wie andere uns sehen.
Der Blick in einen Spiegel bedeutet die Suche nach Relation.
Was wir sehen, wenn wir ein Spiegelbild betrachten, hängt jedoch von uns ab. Gewöhnlich sehen wir, was wir sehen wollen. Wir finden, was wir erwarten. In gewisser Weise bedeutet dies, dass wir blind das Spiegelbild betrachten. Dieser Blick könnte so viel offenbaren. Doch wir sehen nicht!
Denn wir wollen nicht sehen.
Wir wollen glauben.
Ein Kind, das zum ersten Mal begreift, dass es ein Spiegelbild von sich selbst sieht, beginnt also, sich in Relation zu den Menschen um sich herum zu sehen.
Der Blick in einen Spiegel ist der Beginn des Selbsthasses. Und Selbsthass öffnet den Weg zur Manipulation.
Verweigern wir allerdings einem Menschen diesen Blick, so verweigern wir ihm die Erkenntnis. Wo man einen Menschen schützen möchte, versklavt man ihn.
Unwissenheit ist gefährlich, Freiheit und Selbstbestimmung scheinen es jedoch nicht minder zu sein. Die Kombination von beidem ist eine Katastrophe.
Man könnte den Menschen sagen, was sie sehen sollen, auf was sie achten sollen, wenn sie nun in diesen Spiegel schauen. Jedoch haben bereits andere schon sehr viel mehr gesagt und der Blick ist fokussiert auf eben das, was ständig souffliert wurde.
Bevor man in einen Spiegel schaut, sollte man sich also frei machen von all diesen Gedanken und herausfinden, was man denn selbst entdecken könnte. Bei dieser Sache kann einem niemand helfen. Jeder muss selbst sehen, was er sehen kann.
Hilfreich könnte es sein, beim eigenen Spiegelbild nicht auf sich selbst zu achten, sondern auf die Relationen zur Umgebung.
Es ist nun nicht nötig, die Wohnung mit mehr oder weniger Spiegel zu garnieren. Der Spiegel selbst ist weder gut noch böse, auch wenn er einen unbarmherzig mit dem bewirft, was hineingeworfen wurde. Diese Unbarmherzigkeit ist jedoch harmlos, weil unser Sinn für die Signale längst verödet ist.
Das sowohl Gefährliche als auch Erstrebenswerte entsteht aus der Intention, die uns überhaupt zur Neugier verholfen hat.
Und um hier keine Zweifel aufkommen zu lassen:
Ich habe zu keinem Zeitpunkt über das triviale Objekt eines Spiegels und das tatsächliche Spiegelbild desselben gesprochen.
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5.4.2010 von radar.one.
hey folks,
earlier today I launched an English blog - w/ the same name.
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4.4.2010 von stefanie k..
http://www.youtube.com/watch?v=2zMxGgmPcHs&feature=related
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4.4.2010 von stefanie k..
http://www.youtube.com/watch?v=fJuNgBkloFE&feature=related
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29.3.2010 von stefanie k..
Zu Ostern gibt es nun wieder in vielen Läden zum Einkauf ein kleines Werbegeschenk dazu. Man kann dieser Sache nun nicht wirklich entgehen, es sei denn, man springt den Verkäufer direkt an, wenn er noch schnell und heimlich das kleine Give-away zu den eigentlichen Einkäufen eintütet. Da man aber gewöhnlich nicht unhöflich sein möchte und die VerkäuferInnen auch nur ihren Job machen, lässt man sie meist stumm gewähren.
Zuhause angekommen muss man sich dann über die Entsorgung und Mülltrennung Gedanken machen. Gehört dieser Mist nun in den Gelben Sack oder doch eher zum Restmüll? Ist es ein Wertstoff ? Nun, gewöhnlich kann man die Frage mit “nein” beantworten. Das Wort “Wertstoff” beinhaltet das Wort und die Bedeutung “Wert”, was im extremen Kontrast zu dem steht, was man da als Werbegeschenk untergeschoben bekommen hat.
Sehr gerne würde ich mein letztes Werbegeschenk hier abbilden, wobei man da vorsichtig sein muss, da man mit der Abbildung möglicherweise irgendwelche Urheberrechte verletzen könnte. Im Prinzip ist das zwar unmöglich, da ein Urheberrecht eine gewisse Gestaltungshöhe voraussetzt, aber man weiß ja nie…
Daher werde ich versuchen, die Objekte zu beschreiben, die ich in der Apotheke zu meinen Medikamenten als Dreingabe dazu bekommen habe.
Also: ich habe zwei davon bekommen, eines in Blau und eines in Grün. Außerdem bekam ich noch ein Plastikküken, bei dem ich aber zumindest weiß, was es ist.
Das Plastikküken stellt man sich zur Osterdekoration auf das Telefontischchen, mittig platziert auf dem Platzdeckchen. Zu schade, dass die Fernseher heute alle so flache Bildschirme haben. Denn auch darauf hätte das Plastikküken sicherlich eine schöne Aussicht gehabt.
Nun noch zu den anderen beiden Objekten, die ich nach meinen Einkäufen vorfinden musste. Wie ich bereits erwähnte, handelt es sich um ein blaues und grünes Objekt. Das Material scheint störrischer Filz zu sein, welcher im Profil ca. 3mm und in der Silhouette die Form eines Hühnereis aufweist. Im inneren Bereich sind stark vereinfachte Blumen und Schmetterlinge zu sehen.
Sieht sehr plump aus.
Ist sehr hässlich.
Am oberen Ende dieser Objekte befinden sich Bänder - offensichtlich als Aufhängung gedacht. Diese Bänder sind nicht aus Filz, sondern aus einer Art aufgespritzem Kunststoff. Optisch passt dies sehr gut zu dem hässlichen Objekt selbst, als auch zu dem bereits erwähnten Plastikküken.
Die Frage ist, warum man etwas Nutzloses mit einer Aufhängemöglichkeit versieht? Es ist schließlich auch vollkommen ungeeignet für dekorative Zwecke, da es hässlich ist! Und selbst wenn ich es trotzdem aufhängen würde - wo sollte ich das tun? Als Schlüsselanhänger ist eine 10 cm große Filzscheibe kaum akzeptabel. Fernseher haben gewöhnlich keine Haken, an denen ich zu Ostern scheußliche Filzscheiben aufhängen könnte. Ostergestrüpp habe ich keines in der Wohnung, welches man damit verunstalten könnte.
Im Nachhinein ist mir allerdings wieder eingefallen, dass der Apotheker beim heimlichen Eintüten seiner Filzdinger ein süffisantes Grinsen zur Schau stellte. Ich vermute daher, dass er persönliches Vergnügen aus solchen Aktionen zieht
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23.3.2010 von stefanie k..
Es scheint eine Art Wettlauf geworden zu sein. Oder eher eine Flucht (?) Eine panische Flucht vor dem Spießertum. Nein…anders ausgedrückt: eine panische Flucht davor, als Spießer enttarnt zu werden.
Und wenn jemand zu dir sagt: “Hüpf auf einem Bein, dann bist du kein Spießer. Das ist nämlich total angesagt, auf einem Bein zu hüpfen!” Dann hüpft das Volk sinnentleert auf einem Bein und es drängt sich einem das Wort und das Bild eines Idioten auf. Wir zahlen schließlich jeden Preis dafür, nicht als spießig angesehen zu werden. Idiot - ja, Spießer - nein.
Das ist jetzt nicht negativ gemeint. (Sagt man das nicht immer an der Stelle, wenn man jemandem einredet, dass er (aufgrund Geburt, also z.B. aufgrund des Geschlechtes) “minder begabt” ist und daher nur für untergeordnete Dienste geeignet ist, aber für diese bestimmt das totale Talent hätte? Aber das geht jetzt zu weit vom eigentlichen Thema weg.)
Und sie rennen los und kaufen alles Material darüber, wie man in verschiedenen Techniken allein und gemeinsam, zu Hause und im Freien, am besten auf einem Bein hüpft. Sie merken dabei nicht, dass sie Idioten sind, denn alle anderen hüpfen auch auf einem Bein.
Ob es Spaß macht, frägt man nicht. ES MACHT PER DEFINITION SPASS!
In der Gesellschaft spricht man darüber, wie man auf einem Bein hüpft. Man sagt:
“Meine Nachbarin ist letztens auch auf einem Bein gehüpft, aber sie hat es ja nicht richtig gemacht. Sie hat schließlich den Kurs nicht besucht, wie man am besten auf einem Bein hüpft und hüpft daher eine ganz falsche Technik. SIE VERWENDET SOGAR DEN FALSCHEN FUSS!!! *HAHAHAHA*”
Wir stellen also fest, dass die anderen Normalos um uns herum inzwischen auch alle auf einem Bein hüpfen. Das ist dann in dieser Ausprägung und Masse doch ein Problem. Ein bisschen muss man sich ja abheben. Man will zwar dazu gehören, aber natürlich bei denen, die bewundert werden oder sich zumindest selbst bewundern.
Also muss ein Extrem-Hüpfing her und natürlich ist es wichtig, dass man dieses unsinnige stylische Wort “Extrem-Hüpfing” auch ganz selbstverständlich verwendet. Der Kurs für Extrem-Hüpfing ist natürlich etwas teurer, als der Kurs für das normale Volk. Der Kursleiter ist einer aus der Unterschicht, der Extrem-Hüpfing auf der Straße gelernt hat, um zu überleben. Krasser Typ, ein richtiger Kämpfer, ein ÜBERLEBENDER - dieser Kursleiter!
Im Internet wird Extrem-Hüpfing gehypt. Aus den Zeitschriften lernt man das richtige Gehabe dazu und den Slang (oder auch Fachjargon), den man als einer von JENEN WELCHEN sprechen muss. Man sieht Berichte im Fernsehen über 12-Jährige, die das totale Talent im Free-Extrem-Hüpfing, einer Sonderform des üblichen Extrem-Hüpfings (!), sind.
Man braucht natürlich die richtigen Klamotten dazu, die ECHTEN (!) Extrem-Hüpfing-Marken! Die, die ganz natürlich in der Extrem-Hüpfing- Szene gewachsen sind. (Extrem-Hüpfing gibt es zwar erst seit gestern, und daher kann da nicht viel gewachsen sein, aber wer will da schon so pedantisch sein….)
Man geht auf die Extrem-Hüpfing-Events und stellt Videos von sich beim Extrem-Hüpfing ins Internet, damit jeder sehen kann, dass man total angesagt ist.
Ansonsten wäre das Ganze doch recht sinnfrei, oder?
Warum sollte man auf einem Bein hüpfen, wenn es niemand sieht? Auf zwei Beinen bewegt man sich schließlich viel besser vorwärts.
Würde man sich allerdings in der Theorie ein bisschen mehr mit dem beschäftigen, was man in der Praxis tut, würde man sicherlich sehr schnell zu dem Ergebnis kommen, dass man sein halbes Leben auf einem Bein gehüpft ist - zur Belustigung und für den Profit anderer.
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22.3.2010 von radar.one.
dear visitors,
from now on I’ll be posting in English from time to time, as we see that a couple of you guys are not from Germany or other German speaking countries.
for now, you could simply just enjoy the massive visual output me and my fellow blogger/designer Stefanie Karg are posting here on a daily basis.
if you got some time left, feel free to take a listen to the host beg suffer! -SOUNDTRACK. these are tunes that I produced over the past few year.
you can also take a look at the INTRO video.
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21.3.2010 von stefanie k..
Von unserem Platz aus können wir sie gut beobachten. Die Akustik ist so, dass wir hören können, was zwischen den beiden gesprochen wird. Sie sprechen laut und deutlich und nehmen keine Notiz von den Menschen um sie herum, die ihren Blick auf sie gerichtet haben. Das Gespräch zwischen beiden ist privater Natur und emotionsgeladen.
Sie ist sehr aufgebracht.
Er versucht zu relativieren.
Wir beobachten gespannt, was passieren wird.
Wir hören die Argumente beider Positionen und beziehen Partei. Wir fühlen uns einer Position zugehörig und sehen uns auf gleicher Stufe. Vielleicht diskutieren wir auch unsere ausgewählte Position mit unserem Nachbarn, als ob es unsere eigene wäre:
…..”Da gibt es nur eine Lösung - einen Schlussstrich ziehen”………..
……….”Wie kann man nur einen solchen Aufstand um eine so unwichtige Sache machen”………
Wir diskutieren und sind emotional dabei. Wir übersehen dabei die fast unsichtbaren Fäden, die von den “Hauptdarstellern” nach oben führen - zum Puppenspieler. Er ist sowohl die Stimme beider Puppen, als auch ihre Gedanken. Er lenkt auch unsere Gedanken an diesem Abend. Wir haben Eintritt dafür bezahlt, damit er das tut.
Die Position des Puppenspielers ist mächtig. Er bestimmt das Spiel, macht Vorgaben über den Schauplatz und die Situation. Sein Schauplatz ist so gewählt, dass wir diesen Ort “annehmen” können. Seine inszenierte Situation erinnern uns an das “wahre Leben”. Er involviert uns, indem er gezielt Neigungen, Wünsche und Ängste anspricht, die bei allen mehr oder weniger vorhanden sind. So individuell, wie wir gerne glauben wollen, ticken wir nämlich alle nicht.
Umso verwirrender ist es, dass unser Gastgeber nicht in Erscheinung tritt. Wir nehmen ihn im Prinzip überhaupt nicht wahr. Wen wir als unsere Gegenüber wahrnehmen, sind seine Puppen. Wir empfinden ihre gefakten Schicksale und künstlichen Gefühle. Ihre Argumentationen schleichen sich in unsere eigenen Gedanken ein und bilden eine Grundlage für eigene Reaktionen auf vielleicht einmal kommende Ereignisse. Dabei ist alles nur ein Theaterstück, dessen Gastgeber wir nicht sehen können.
Wenn wir am Ende des Stückes den Schauplatz verlassen, wissen wir natürlich, dass es nur eine Inszenierung war.
Wir gehen nach Hause - zurück in die Realität - blättern in einer bunten Tageszeitung und schalten den Fernseher ein.
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21.3.2010 von stefanie k..
Der erste gedruckte Beweis für den Geist von hostbegsuffer ist nun im Buchhandel erhältlich unter dem Titel:
“hostbegsuffer - Ein Kunstlog (2008-2010)”
Was im Zeitraum von 2008 bis Anfang 2010 ungeordnet im Kunstlog der Designer Charles S. Kuzmanovic und Stefanie Karg über den Bildschirm flimmerte, wurde nun in hochwertigem Druck geordnet, sortiert und kategorisiert.
Der erste Stein ist gesetzt - das Spiel ist eröffnet!
(Achtung: Auf epubli ist das Werk bereits erschienen, für den allgemeinen Buchhandel wird es noch ein paar Tage dauern!)
Weitere Infos:
http://www.epubli.de/shop/showshopelement?pubId=3038
ISBN: 978-3-86931-429-7
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14.3.2010 von stefanie k..
Eine Uhr an der Wand - eine traditionelle Uhr mit Zeigern und dem monotonen Ticken des Sekundenzeigers. Ein Küchentisch in der Mitte des Raumes. Ein Stuhl. Eine Person, die darauf sitzt.
Die Person sitzt regungslos da und scheint dem Ticken der Zeit zu lauschen. Oder ist es nur das Ticken der Uhr? Würde die Uhr nicht ticken, würde die Zeit in diesem Raum geräuschlos verstreichen. Es hätte etwas verstohlenes, wie sie davon fließt. Vielleicht bevorzugt die Person vor dem Tisch deshalb die altmodische Variante einer Uhr, weil das Ticken der Uhr die Gleichmäßigkeit der bewegenden Zeit garantiert und dadurch überwachbar wird, ob nicht doch mal eine Sekunde schneller tickt als andere. Vielleicht garantiert das Ticken aber auch gar nichts. Vielleicht simuliert es nur, was wir glauben wollen.
Wenn wir also glauben wollen, dass die Zeit gleichmäßig verstreicht, bauen oder kaufen wir eben eine Uhr, die gleichmäßig tickt. Wir legen uns unsere Wahrheit zurecht und beweisen sie mit von uns festgelegten Messinstrumenten.
Dies bedeutet, dass wir uns die Wahrheit zuerst ausdenken und dann ein Messinstrument dafür erschaffen, um die erdachte Wahrheit zu beweisen. Wir beweisen die Wahrheit uns selbst und wir beweisen sie den anderen, damit auch diese an unsere Wahrheit glauben.
Wir oder andere sind also die Herren unserer eigenen Wirklichkeit. Wir oder sie können die Zeit verlangsamen. Sie können einfach eine Uhr bauen, die nur jede zweite Sekunde eine weitere anzeigt. Ok, wir müsste uns noch vor ein paar äußeren Einflüssen schützen, wie z.B. dem schwindenden Licht am Abend. Aber hätte unser Raum keine Fenster, so würden wir auch das nicht merken. Man könnte gesetzlich verankern, dass Räume keine Fenster haben dürfen. Wir könnten beschließen, dass wir unseren Raum nicht verlassen und Dienstleistungen an andere abgeben, die für uns alles erledigen, was außerhalb “unserer Welt” liegt. Und wenn diese Menschen dann beim Abliefern unserer Einkäufe etwas von einer schneller eintretenden Nacht erzählen würden, können wir sie immer noch ignorieren oder belächeln.
Es geht also nur um die richtige Abschottung. Wenn unser Raum also keine Fenster hat, so sehen wir den Rhythmus von Tag und Nacht nicht und können unabhängig davon unsere eigene Zeit festlegen. Auf Dauer könnte es schwierig werden, für eine gewisse Zeit wird es aber funktionieren.
Die meisten Menschen rechnen allerdings ohnehin nur mit dem, was für eine gewisse Zeit funktionieren wird. Und sie sind damit zufrieden. Also ist unsere Uhr mit dem verlangsamten Sekundenzeiger genau das, wie ohnehin jeder lebt.
Wir setzen uns in einen Raum ohne Fenster und beschließen was wahr ist. Und wir reagieren verstört, wenn uns eine äußere Wahrheit einholt und Ereignisse und Reaktionen anders sind, als wir in unserer selbst auferlegten Einfältigkeit erwartet haben. Es werden Regeln und Gesetze gemacht, die wirkungslos bleiben. Aber wir befinden uns schon längst in einer Position, in der wir nicht mehr erkennen können, wo der Fehler liegt.
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8.3.2010 von stefanie k..
Hostbegsuffer ist ein Projekt das wächst. Es ist und war nie vollkommen durchgeplant, ein Ziel war nie bis ins Detail definiert. Gedanken, Ideen und Experimente lassen es in verschiedene Richtungen wachsen und der Wille hält es in undefinierbarer Form. Wie bei jedem Gewächs bedarf es hin und wieder Knotenpunkte, um Stabilität in das Gebilde zu bringen. Einen solchen Knotenpunkt sind wir im Begriff zu setzen.
Der Veröffentlichung unseres ersten Buches zum Blog stehen nicht mehr viele Hindernisse im Weg und es kann in den nächsten Wochen mit dem Vermerk der Veröffentlichung gerechnet werden.
Weitere Informationen erscheinen demnächst auch auf unserer Hauptseite
Man darf gespannt sein…
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7.3.2010 von radar.one.
HELD.
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5.3.2010 von stefanie k..
Täglich bekannte Gesichter. Oder sollte ich sagen: täglich bekannte Hinterköpfe? Man stellt sich neben- und hintereinander, wenn möglich vermeidet man aber, sich gegenüber zu stehen.
Man nickt sich höflich zu, wenn jemand hereinkommt. Es sind oft dieselben Leute. Man kennt sich vom Sehen. Manchmal spricht man miteinander. Man spricht über das Wetter. Und falls man sich regelmäßig begegnet, geht man vielleicht so weit, festzustellen, dass das Wetter immer extremer wird. Man nickt sich gegenseitig wissend zu und zeigt gegenseitiges Verstehen. Beide Parteien interessieren sich eigentlich gar nicht so sehr für das Klima, zumindest nicht mehr als andere Leute. Und trotzdem sprechen sie darüber.
Man trägt eine Maske der Höflichkeit und vor allem der Anonymität. Diese Anonymität wird auch dadurch geschützt, dass man sich gegenseitig niemals länger in die Augen schaut.
(Es scheint einiges zu verbergen zu geben.)
Die Augen sind auf die flimmernde Anzeige und auf die Tür gerichtet.
(Es scheint einiges zu verschweigen zu gehen.)
Es ist auch möglich, nach unten zu schauen und versonnen die eigenen Füße zu betrachten, als ob man sich über die Schuhe wundern würde, die man heute ausgesucht hat. Diese Freiheit hat man. Auf die Füße des anderen zu starren, sollte man jedoch vermeiden. Das wäre zu persönlich.
Man sollte sich bei dem Gespräch über das Wetter also darauf beschränken, einen kurzen Blickkontakt aufzubauen, gerade so lange, dass man sich gegenseitiges Verstehen über die Entwicklung des Wetters signalisieren kann. Der Blick sollte jedoch gleichzeitig kurz genug sein, um nicht persönlich zu werden.
Ein weiterer Faktor, der sich günstig auf den Erhalt der Privatsphäre auswirkt ist die Zeit. Die Zeit des Beisammenseins ist beschränkt, sie ist absehbar. Lästige Fragen könnten in dieser Zeit zwar gestellt werden, eine Antwort würde sich allerdings erübrigen, weil rechtzeitig die Zeit abgelaufen wäre. Es ist der perfekte Schutz.
Das gesamte Leben sollte durch das Fahrstuhlphänomen geschützt werden.
Der zweite sehr wirksame Schutz bietet die Tatsache, dass in bestimmten Abständen Menschen hinzukommen können. Auch diesen muss man seine Höflichkeit entbieten. Man nickt sich wieder stumm zu oder murmelt eine halblaute Begrüßung. Laut wird nicht gesprochen. Dies würde das Klima der Anonymität und des “nicht zu direkten Blickkontaktes” beeinträchtigen.
Der Blick sollte nur ausdrücken: “Ich habe jemanden wahrgenommen.”
Er sollte nicht sagen: “Ich werde mich an Sie, genau SIE!!! erinnern, falls mich jemand fragen sollte.”
Die Fahrstuhltür öffnet sich und man verlässt den Fahrstuhl.
Gestern stieg sie in einen Fahrstuhl. Er war leer.
Sie schaute auf die Leuchtanzeige, welche über die vorüberziehenden Stockwerke referierte , während die Zahlen rückwärts zählten. Sie dachte daran, dass es heute sehr stürmisch war und dass das Wetter immer extremer wurde.
Sie nickte still vor sich hin und schaute auf ihre Schuhe.
Die Tür ging rechtzeitig auf und unterbrach sie bei dem Versuch, länger über die Konsequenzen des immer extremer werdenden Wetters nachzudenken. Eigentlich wollte sie sich nicht mehr als andere Leute damit beschäftigen.
Es gab noch einiges andere, an das sie nicht denken wollte - das sie so genau nicht wissen wollte.
Sie verließ den Fahrstuhl, ohne ihn jemals zu verlassen.
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